Gigabit Switch für hochperformante Gigabit Backbone-Anwendungen

Erfüllung von Industriestandards 

Das Metro Ethernet Forum (MEF) ist ein weltweiter Zusammenschluss der Carrier Ethernet Industrie mit über 145 aktiven Mitgliedern. Das Forum hat sich die Förderung der Interoperabilität und Verbreitung von Carrier Ethernet-Diensten zum Ziel gesetzt und entwickelt zu diesem Zweck technische Spezifikationen und Implementierungsvereinbarungen. Die Switches der Reihe 3700 erfüllen die vom MEF verabschiedeten Standards der Carrier-Klasse für Ethernet Private Line (EPL), Ethernet Virtual Private Line (EVPL) und Ethernet LAN (E-LAN); außerdem wurde die Reihe als konform mit MEF-9 und MEF-14 zertifiziert.

Ausgereifte QoS für die Erbringung hochwertiger Dienstleistungen

Für Dienstanbieter liegt der Schlüssel, um Kunden zu gewinnen und zu binden, in konsistenter Servicequalität und zuverlässiger Verbindungsfähigkeit in einem konvergenten Netzwerk. Daher ist es wichtiger denn je, den Datenverkehr steuern und Verkehrsrichtlinien einrichten zu können. Die Switches der Reihe 3700 bieten Wire-Speed Flow Control, die eingehende Pakete klassifiziert und priorisiert, und zwar gemäß vordefinierten QoS-Richtlinien, die die Anforderungen von Service-Anbietern erfüllen.
In Bezug auf die Klassifizierung dienen die Felder Differentiated Services Code Point (DSCP) und 802.1p CoS (Class of Service) dazu, die Priorität eingehender Pakete einzuschätzen. Die Klassifizierung und Neu-Klassifizierung kann auf Kriterien basiert werden, die genauso spezifisch sind wie Regeln, die auf IP, MAC-Adressen, VLAN ID oder TCP/UDP-Portnummern basieren. Zum Bandbreitenmanagement verfügen die Switches der Reihe 3700 über 8 Priority Queues pro Port für unterschiedliche Arten des Datenverkehrs. Dadurch können Service-Anbieter regelbasierte Beschränkungen der Übertragungsrate einstellen, womit maximale Performance bei begrenzten Netzwerkressourcen sichergestellt wird.

Erhöhte Sicherheit für den Schutz der Kunden

Service-Anbieter haben eine große Sorge: Ihre Kunden könnten sich auf einem gemeinsam genutzten Netzwerk oder Gerät gegenseitig beeinflussen oder gar schädigen. Die Switches der Reihe 3700 verfügen über umfassende Sicherheitsfunktionen, die die Daten der Benutzer während des Datenverkehrs schützen. Die Funktion Intrusion Lock erkennt den Statuswechsel, wenn ein Ethernetkabel eingesteckt oder ausgesteckt wird. Der Switch kann dann ggf. den Port automatisch deaktivieren. Die 802.1x Authentifizierung kann das Netzwerk vor dem Zugriff unberechtigter Benutzer schützen. Durch die Port-Sicherheit können unbefugte Benutzer vom Zugang zum Netzwerk abgehalten werden.
Darüber hinaus lässt sich das 802.1x-Feature zusammen mit RADIUS sinnvoll einsetzen, um den unbefugten Zugriff auf Basis von Benutzername und Kennwort (oder anderen Zugangsberechtigungen) zu unterbinden. Dies dient auch als leistungsstarke Zugangskontrolle für konvergente Netzwerke mit gemischtem kabelgebundenem und kabellosem Zugang.
Die Switches der Reihe 3700 verfügen über eine Multilayer (L2/L3/L4) ACL-Suite mit komplexen, richtlinienbasierten Kontrollmechanismen, anhand derer Service-Anbieter die Implementierung leicht vornehmen können. Basis dafür sind die tatsächlichen Anforderungen der Netzwerkumgebung. Dabei wird die Web-basierte GUI oder die Befehlszeilenschnittstelle verwendet, um unnormalen oder unzulässigen Zugriff zu verhindern. In den Richtlinien kann definiert werden, dass Pakete nach den folgenden Kriterien abgelehnt werden: Quell- oder Ziel-MAC-Adressen, IP-Adressen oder TCP/UDP-Ports.

Belastbares und redundantes Design 

Damit Service-Anbieter ein robustes Netzwerk einrichten können, sind die schnelle Wiederaufnahme von Verbindungen nach Ausfällen und ein unterbrechungsfrei funktionierendes Netzwerk unerlässlich. Die Switches der Reihe 3700 bieten umfassende Funktionen, die sicherstellen, dass der Betriebszustand des Netzwerks jederzeit gut ist. Die Link Aggregation nach IEEE 802.3ad (Ethernet-Kanalbündelung) verringert die Ausfallzeiten des Netzwerks, denn sie bietet redundante Pfade und Bandbreiten-Aggregation für kritische Verbindungen. Sollte eine Verbindung ausfallen, sorgen IEEE 802.1w Rapid Spanning Tree Protocol (RSTP) und IEEE 802.1s Multiple Spanning Tree Protocol (MSTP) für eine rasche Wiederaufnahme durch Übertragung von Paketen über die Backup-Verbindung. Ein Backup Power System (BPS) versorgt die Switches der Reihe 3700 bei unerwarteten Stromausfällen mit Strom.

Intelligente, stromsparende Lüftersteuerung

Lüfter sind unerlässlich für die Wärmeabfuhr und tragen maßgeblich zum Stromverbrauch bei. Die Metro Switches der Reihe 3000 verfügen über eine automatische Temperaturerkennung und passen die Lüftergeschwindigkeit entsprechend an. Dazu dient der Intelligent Fan Control Algorithmus, der auf komplexen mathematischen und physikalischen Formeln basiert. Beispielsweise wird bei niedriger Umgebungstemperatur die Lüftergeschwindigkeit reduziert, um eine übermäßige Kühlung und somit unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden.

Austauschbare Lüftermodule      

Austauschbare Lüftermodule sorgen für Flexibilität und hohe Verfügbarkeit. Außerdem lösen sie das Lärmproblem, das bei Lüftern gegen Ende ihrer Lebensdauer auftritt. Bei Bedarf können die Kunden die Lüfter selbst austauschen, um Kosten zu sparen.

Für Metropolitan Area Networks (MAN) optimiertes Design

Die Switches der Reihe 3700 weisen eine hohe Betriebstemperaturtoleranz auf, sie sind mit einer flexiblen Wechsel-/Gleichstrom-Stromversorgung mit dualem Eingang ausgestattet und feuchtigkeits- sowie staubgeschützt. Somit eignen sie sich besonders für Service-Anbieter, die ihre Netzwerke ausbauen möchten. Die Switches der Reihe 3700 bieten "Zugang an der Vorderseite", um Technikern die Verkabelung und Wartung von Geräteschränken im Außenbereich zu erleichtern.
Über den externen Alarm-Input/Output-Block können mechanische Gehäuseteile mit dem Managementnetzwerk verbunden werden und sind somit besser geschützt.

Carrier Switch unterstützt SFP mit Digital Diagnostics Monitoring Interface (DDMI)  

Die verbesserte digitale Schnittstelle ermöglicht Echtzeitzugriff auf Betriebsparameter von Geräten und umfasst optionale digitale Funktionen wie z.B. Soft Control und die Überwachung von SFP E/A-Signalen. Darüber hinaus sind alle Funktionen enthalten, die für die Implementierung von digitalen Alarm- und Warnmeldungen erforderlich sind.
Über die DDMI-Schnittstelle können die Benutzer Aufgaben der Komponentenüberwachung, Fehlerisolierung und Ausfallprognose für ihre Transceiver-basierten Links ausführen.

Folgende Betriebsparameter werden von der DDMI-Schnittstelle überwacht:

- Temperatur
- Netzspannung
- Übertragene Vorspannung
- Übertragene Leistung
- Empfangene Leistung

Alle oben aufgelisteten Überwachungsfunktionen beinhalten die Einstellung von Grenzwerten für Alarm- und Warnmeldungen.